Stereoprojektion im Planetarium

Mars in 3D

Die Technik

Mit der neuen Planetariumsshow "Mars in 3D" werden in Laupheim bundesweit erstmals farbgetreue Stereoprojektionen in eine vollwertige Planetariumsshow integriert.

Die Präsentation von 3D Stereobildern beruht stets darauf, dem rechten und linken Auge gleichzeitig jeweils unterschiedliche Bilder zu bieten, um so einen räumlichen Seheindruck zu erzeugen. Die aus Großbildkinos bekannte Technik mit polarisiertem Licht ist für Planetarien ungeeignet, da sie eine Spezialleinwand voraussetzt und stark winkelabhängig ist.
Relativ günstig umzusetzen ist die verbreitete Variante mit rot-grün oder rot-blau gefärbten Brillen, die in vielen Büchern zu finden ist. Allerdings bietet dieses Verfahren bei weitem nicht die Farbtreue und Brillanz, die die Besucher im Planetarium gewohnt sind.

Die Lösung für eine anspruchsvolle Stereoprojektion im Planetarium bietet die hochentwickelte „Wellenlängen Multiplex Technik“ der Ulmer Firma Infitec. Diese arbeitet mit schmalbandigen Interferenzfiltern, durch die den Augen zwei jeweils leicht versetzte Wellenlängen-Tripel in den Grundfarben Rot, Grün und Blau präsentiert werden . Die Besucher sehen - unabhängig vom Blickwinkel - ein farbreales 3D-Bild.

Bei Mars in 3D werden Stereobilder der Freien Universität Berlin (Prof. Gerhard Neukum, Mars Express), des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR und der NASA (Mars Exploration Rover), sowie eigens von Mitgliedern der Volkssternwarte produzierte hochauflösende Stereo-3D-Animationen mit zwei DLP-Beamern an die Kuppel projiziert. Diese erhalten Ihr Bildsignal von einem speziellen m.objects Zuspielserver, der über Ethernet mit dem Steuerrechner für die restliche Planetariumstechnik synchronisiert wird.


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